27. Oktober 2016 Udo Gabriel

Wahlkreis 116: Udo Gabriel ist Kandidat der Linken im Nordkreis

Udo Gabriel ist Gründungsmitglied der Partei DIE LINKE im Kreisverband Unna.

Er war von 2002 bis 2004 als Einzelvertreter Kreistagsabgeordneter der PDS und von 2004 bis 2009 Gruppensprecher der PDS-Kreistagsgruppe. Dem Ruhrparlament des Regionalverbandes Ruhr gehört er seit 2005 bis heute an. Der Maschinenbautechniker arbeitet seit 1990 als Konstrukteur in einem mittelständischen Unternehmen der Magnet- und Fördertechnik. In diesem Betrieb vertritt er die Interessen der abhängig Beschäftigten seit 1994 als Betriebsrat.

Politisch wach geküsst wurde er durch die Lektüre von Kurt Tucholsky im Alter von 15 Jahren. Sofort entschlossen den Kriegsdienst zu verweigern, übersandte er seinen Antrag an das Kreiswehersatzamt des Kreises Unna, jedoch erfolglos, er musste die Erfassung noch abwarten. Das tat er und stellte seinen Antrag erneut im Jahre 1974. Nun begann ein zähes Ringen mit den zuständigen Instanzen, er durfte sie alle kennen lernen und wurde ganze 6 Jahre nach Antragstellung 1980 vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen als Kriegsdienstverweigerer anerkannt.

Seine politischen Schwerpunkte sind die Friedenspolitik sowie die Arbeits- und Sozialpolitik.

„Wir leben in einem sehr reichen Land. Und Reichtum ist akzeptabel und wünschenswert, sowie jedem vergönnt. Inakzeptabel wird er erst, wenn der Reichtum der einen die Armut der anderen bedingt. Reichtum ist asozial, wenn er ein volkswirtschaftliches Problem wird.

Der Reichtum in der Bundesrepublik wächst seit Jahren schneller als die Wirtschaft, aber noch schneller wachsen die Armut, die Arbeitslosigkeit und die Verschuldung der öffentlichen Hand.

Diese Lastenverteilung ist katastrophal und gleichzeitig gewollt. Zugespitzt formuliert: Wer den Armen nichts nimmt, kann den Reichen nichts geben! Dabei sind wir in der überaus erfreulichen Lage, dass wir alle weniger arbeiten müssten und trotzdem ein gedeihliches Auskommen haben könnten. Aber wir haben versäumt die Rationalisierung, diese im Grunde emanzipatorische Errungenschaft, für das Gemeinwohl und den gesamtgesellschaftlichen Fortschritt einzusetzen, also in Glück für alle zu verwandeln. Dass es nicht so ist, ist eine Frage der gestaltenden Politik! Und genau hier möchte ich mich mit meiner Kraft einbringen.

Die Bundesrepublik Deutschland gehört seit Rot-Grün unter Gerhart Schröder nahezu ununterbrochen zu den kriegführenden Staaten und noch länger zu den größten Waffenexporteuren der Welt. Ohne Skrupel werden in Krisengebiete und an Staaten, die die Menschenrechte mit Füßen treten Waffen geliefert. Denn zur Staatsraison unseres Landes gehört es nun mal, dass unsere Wirtschaft wichtiger ist als Menschenleben. Und wenn unsere Regierung sich gegen die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung entscheidet, diese Geschäfte weiter zu betreiben, um statt hier in das Leben- dort in den Tot zu investieren, dann darf das von kritischen Köpfen nicht verschwiegen werden.

Mein Engagement gilt diese Staatsraison aufzuzeigen und zu durchbrechen und die freiwerdenden Mittel für die Bekämpfung der Armut nicht nur hierzulande einzusetzen.

Diese bundespolitischen Gegebenheiten haben eine unmittelbare Auswirkung auch auf die Landespolitik in Nordreinwestfalen und haben statt nur der Aufklärung und Vernunft auch der Verdummung das Feld bereitet. Das ist ablesbar in den zurückliegenden Wahlen, die Rechten bis hin zu den Faschisten gewinnen an Boden, vergiften das friedliche und kulturbereichernde Zusammenleben durch dumpfe Hetze und Fremdenfeindlichkeit. Diese Tatsache erfordert von uns, unsere ganze Kraft einzusetzen, um nicht in einem so veränderten Land wach zu werden, dass Linke, Humanisten und Demokraten unerwünscht sind und verfolgt werden und es dann wieder Fluchtgründe gibt unser Land zu verlassen.“

 

Udo Gabriel